Fast jeder kennt das Gleichnis, das Jesus über die anvertrauten Zentner gepredigt hat.

Zur Erinnerung: Hier der Originaltext nach der alten Luther-Übersetzung:

Denn mit dem Reich Gottes ist es wie mit einem Menschen, der außer Landes ging: Er rief seine Knechte und vertraute ihnen sein Vermögen an;
dem einen gab er fünf Zentner Silber, dem andern zwei, dem dritten einen, jedem nach seiner Tüchtigkeit, und zog fort.
Sogleich ging der hin, der fünf Zentner empfangen hatte, und handelte mit ihnen und gewann weitere fünf dazu.
Ebenso gewann der, der zwei Zentner empfangen hatte, zwei weitere dazu.
Der aber einen empfangen hatte, ging hin, grub ein Loch in die Erde und verbarg das Geld seines Herrn.
Nach langer Zeit kam der Herr dieser Knechte und forderte Rechenschaft von ihnen.
Da trat herzu, der fünf Zentner empfangen hatte, und legte weitere fünf Zentner dazu und sprach: Herr, du hast mir fünf Zentner anvertraut; siehe da, ich habe damit weitere fünf Zentner gewonnen.
Da sprach sein Herr zu ihm: Recht so, du tüchtiger und treuer Knecht, du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über viel setzen; geh hinein zu deines Herrn Freude!
Da trat auch herzu, der zwei Zentner empfangen hatte, und sprach: Herr, du hast mir zwei Zentner anvertraut; siehe da, ich habe damit zwei weitere gewonnen.
Sein Herr sprach zu ihm: Recht so, du tüchtiger und treuer Knecht, du bist über wenigem treu gewesen, ich will dich über viel setzen; geh hinein zu deines Herrn Freude!
Da trat auch herzu, der einen Zentner empfangen hatte, und sprach: Herr, ich wusste, dass du ein harter Mann bist: Du erntest, wo du nicht gesät hast, und sammelst ein, wo du nicht ausgestreut hast;
und ich fürchtete mich, ging hin und verbarg deinen Zentner in der Erde. Siehe, da hast du das Deine.
Sein Herr aber antwortete und sprach zu ihm: Du böser und fauler Knecht! Wusstest du, dass ich ernte, wo ich nicht gesät habe, und einsammle, wo ich nicht ausgestreut habe?
Dann hättest du mein Geld zu den Wechslern bringen sollen, und wenn ich gekommen wäre, hätte ich das Meine wiederbekommen mit Zinsen.
Darum nehmt ihm den Zentner ab und gebt ihn dem, der zehn Zentner hat.
Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird die Fülle haben; wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden.
Und den unnützen Knecht werft in die Finsternis hinaus; da wird sein Heulen und Zähneklappern.
 
Für, von mir häufig beobachtete Situationen in Ortsgemeinden, habe ich das Gleichnis mal umformuliert.
Die Idee dazu kam mir in einem Gespräch im Dekanat in Herrenberg, in dem es um Mitarbeit von Ehrenamtlichen ging.
 
Denn mit dem Reich Gottes ist es wie mit einem Menschen, der außer Landes ging: Er rief seine Knechte und vertraute ihnen sein Vermögen an;dem einen gab er fünf Zentner Silber, dem andern zwei, dem dritten einen, jedem nach seiner Tüchtigkeit, und zog fort.
Nach langer Zeit kam der Herr dieser Knechte und forderte Rechenschaft von ihnen.
Da trat der herzu, der fünf Zentner empfangen hatte, und sprach: Meine Zentner waren zu praktisch. Deshalb wurde ich daran gehindert, damit zu handeln.
Da sprach sein Herr: Wer hinderte Dich, zu handeln?
Der Knecht antwortete: Dieser Dein Knecht, dem Du den einen Zentner anvertraut hast. Er sagte in Deinem Namen, dass ich nicht einfach losgehen dürfte. Zuerst müsste noch lernen, die Zentner aufwändig zu verpacken.
Da trat auch herzu, der fünf Zentner empfangen hatte und spach. Meine Zentner passten nicht in das Programm. Deshalb wurde ich daran gehindert, damit zu handeln.
Da sprach sein Herr: In wessen Programm passten sie nicht, und wer hinderte Dich, damit zu handeln?
Der Knecht antwortete: Dieser Dein Knecht, dem Du den einen Zentner anvertraut hast, hat mich in Deinem Namen so instruiert. Er sagte, mein Zentner würde im Moment nicht gebraucht.
Da trat auch herzu, der einen Zentner empfangen hatte und sprach: Herr ich wusste, dass Dir handeln und Geldverdienen zu wider sind.
Dir sind geistige Werte wichtig. Das Vermehren von Zentnern passt nicht zu Dir.
Die anderen Knechte haben das nicht verstanden.
Aber mein langes und intensives Studium hat mir aufgedeckt, dass Du nicht das meinst, was Du sagst.
Zudem habe ich erkannt, dass Menschen Dir Worte in den Mund gelegt haben, die in Wirklichkeit nicht von Dir sind.
Ich habe deshalb die anderen Knechte in diesem Sinne angeleitet, ihre Zentner liegen zu lassen und nur meinen Worten zuzuhören.
Leider bin ich nicht fertig geworden. Diese Deine Knechte begreifen einfach nicht, was ich ihnen sage.
Und: Wir hatten Dein Kommen nicht so früh erwartet.
Aber ich bin mir sicher, dass Du mir trotzdem sehr dankbar bist.
Unterwegs-Sein ist schliesslich besser, wie Ankommen.
Vollkommen verstehen ist schliesslich besser, wie unvollkommen handeln.
Da wurde sein Herr zornig und sprach: Woher wusstest Du, dass ich nicht das getan haben will, was ich sage?
Woher wusstest Du, dass mein Wort nicht so zu verstehen ist, wie ich es sage?
Da sprach der Herr:
 
(Wollen Sie die Geschichte weiterspinnen? Oder anders formulieren? Im Kommentarfeld unten besteht die Möglichkeit dazu)
 
 
 
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