Am 21.5.2011 auf welt.de: Jede dritte Kirche oder Kapelle wird in Deutschland nicht mehr gebraucht. Nun greifen Baufirmen nach den Objekten – und machen sie zu Luxus-Wohnungen. 

Wer glaubt, das kann in einem Dorf wie Nebringen nicht passieren, könnte sich schneller irren, als ihm lieb ist. Alle statistischen zeichen deuten darauf hin, dass die Kirchengemeinde in den nächsten 20 Jahren genau in diese Situation hineinschlittern wird.
a) Die Zahl der registrierten, kirchsteuerzahlenden Gemeindemitglieder geht zurück.
b) Der Gottesdienstbesuch hat sich innerhalb eines halben Jahres halbiert.
c) Die Gottesdienstbesucher sind inzwischen mehrheitlich über 70 Jahre alt.
d) Die Spendenbereitschaft hat sich deutlich reduziert.
Alle Anstrengungen, Menschen für den Gottesdienst zu begeistern, wurden von Dekanat, Prälatur und Oberkirchenrat zu nichte gemacht. Zehn Jahre, in denen, Stück für Stück, dieser negative Trend umgekerht werden konnte, sind zerstört. Spender, die bereit gewesen wären, 5-stellige Beträge für die Renovierung auszugeben, wurden ohne Not so vergrault, dass sie nicht nur ihre Spendenzusage zurückgezogen haben, sondern sich auch sonst nicht mehr in der Gemeinde engagieren. Fast mit Gewalt versuchen die Verantwortlichen einsatz- und spendenbereite Gemeindeglieder in Freikirchen abzudrängen. Ein verhängnisvoller, selbstzerstörerischer Prozess.

Der Personenkreis, der heute die Weichen stellt, wird dann vielleicht zum Teil schon gestorben sein; die nachkommende Generation wird aber das Erbe zu tragen haben.

 

 


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