Am 29. Januar 2012 stand im Gäubote ein aufschlusssreicher Artikel über einen Vortrag, den Prälat Dr. Christian Rose in Öschelbronn gehalten hat.

 

Wenn man liest, was er sagte - und wenn man sich daran erinnert, wie er tatkräftig eine 10-jährige Gemeinde-Aufbauarbeit zu zerschlagen geholfen hat, dann bleibt mir persönlich die Spucke weg. Da treibt ein Prälat, in unheiliger Allianz mit Dekan und Pfarrer Menschen aus der Gemeinde - und erdreistet sich, über Abhilfe bei Mitgliederschwund zu reden.

Ein Prälat, von dem nichts darüber bekannt ist, dass er auch nur einer enzigen Gemeinde in seinem ganzen Leben zu nachhaltigem Wachstum verholfen hat, spricht über Möglichkeiten, den Mitgliederschwund aufzuhalten! Das ist so, wie wenn ein Tauber über Bach's Musik referieren würde.

Prälat Dr. Christian Rose muss keine Konseqeunzen fürchten, wenn in seiner Prälatur die Mitgliederzahl, auch dank seinem Wirken, zurück geht. Sein Gehalt ist sicher bis ans Lebensende, seine Rente wird uneingeschränkt ausbezahlt werden, er darf seinen Dienstwagen und seinen persönlichen Fahrer behalten - nichts kann ihm passieren. Für nichts muss er schmerzliche Verantwortung übernehmen.

Da ist es leicht, über Mitgliederschwund zu schwadronieren.

 

So lange kirchliche Ämter nach dem Machterhalts-Prinzip besetzt werden, wird sich an der Situation der Kirche wenig bis nichts ändern.

Zwei Maßnahmen würden nachhaltige Änderung bewirken:

a) Dekan, Prälat, oder Kirchenrat etc. dürfte nur werden, wer nachweislich und nachhaltig erfolgreich über mindestens 10 Jahre eine Gemeinde zu Wachstum und Leben verholfen hat.

b) Die Gehälter müssten (zumindest zu 50%) an die Mitgliederzahlen, oder noch besser: an die Zahl aktiver Mitarbeiter, gekoppelt werden.

 

Würde das passieren, würden sich die Herren genauer überlegen, ob sie eine Gemeinde zu Tode bringen.

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